In ihrer Heidelberger Poetikvorlesung beschäftigt sich die Dichterin und Performerin Nora Gomringer mit der großen Sammlung und dem Winzlingsdetail, alles, was in ihre lyrische Produktion Einzug hält. Ein Schlagzeug und ein Elefant tauchen auf, die Heilige Apollonia und ein Weltenerlöser. Wie nützlich Krise für das Schreiben ist, legt sie dar, wie zerstörerisch es für ihr Schreiben ist, auch. Wo Gedichte entstehen und unter welchen Bedingungen das Wort versagt, wie einsam man sein muss, um einen Gedanken zu fassen, und wie umschwirrt man besser ist, um ihn zu entlassen, darüber spekuliert sie.